Mittwoch, 28. juli 2010 3 28 /07 /2010 09:23

Wieviel bekommt jetzt Herr Hayward als Abfindung für seine Arbeit? 14 Millionen oder noch mehr? Ich hatte gestern geglaubt eine noch deutlich höhere Summe gehört zu haben. Aber es reichen auch 14 Millionen für einen Manager, der schlichtweg Schaden anrichtet.
Nun kann man mal mit den Gedanken spielen.
14 Millionen: wie vielen Menschen, die durch die Ölkatastrophe ihre Existenz verlieren, weil sie z.B. keine Fische mehr fangen können oder weil keine Touristen in die verschmutzten Gebiete mehr kommen, könnte mit 14 Millionen geholfen werden? 

 

Kein weiterer Kommentar.
Da vergeht selbst der Katze das Mausen!

von Mizi B.
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Sonntag, 11. juli 2010 7 11 /07 /2010 07:32

Gestern habe ich in den Nachrichten auf Bayern 5 im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eine Formulierung gehört, die mich ziemlich nachdenklich gestimmt hat. Es werde in den nächsten Tagen eine neue Vorrichtung installiert, mit der täglich xtausend Liter Öl gerettet werden können.

Sorry, aber da klingt für mich durch x-tausend Liter Öl = entsprechende Summe an Geld.

Klar, das war sicher keinem bewußt, aber irgdenwie ist die Formulierung schon symptomatisch für die Haltung der Erdenbürger. Das Öl muß gerettet werden.

 

Sehr eigenartig finde ich auch die Formulierung von der Ölpest.

Ist die Pest nicht eine Krankheit, die durch einen Erreger hervorgerufen und übertragen wird, sprich eine hochansteckende Infektionskrankheit?

Wer ist hier denn der Erreger? 

Ich glaube jetzt kaum, daß man bei dieser Formulierung im Kopf hat, daß der Mensch mit seiner Profitgier der Erreger ist. Das würde ja zutreffen. Nein, es muß einen anderen Bösewicht geben, einen Erreger eben, der Schuld ist an der ganzen Katastrophe. Sicher meint man damit auch nicht BP und deren Manager. Die sind zwar böse, aber so böse auch wieder nicht, daß man sie gleich als Erreger für die Ölpest betiteln würde. Ich habe eher den Verdacht, daß der Schuldige das böse Öl ist, das so ungebremst aus der Erde ins Meer strömt... . Warum ist es auch nicht folgsam und hört endlich auf zu fließen, das böse Öl!


Ist bisher eigentlich schon mal jemand von denen, die das Sagen haben, auf die Idee gekommen, Mutter Erde um Verzeihung zu bitten für das, was da geschieht? Ich glaube nicht. Und ich habe irgendwie das Gefühl, es müßten gerade die Menschen um Verzeihung bitten, die durch ihre Raffgier diese Katastrophe letztendlich verursacht haben.

 

Aber das ist jetzt wieder so ein abwegiger Gedanke von einer Eso-Spinnerin, denn mit der Erde kann man ja schließlich machen, was man will. Das glauben immer noch viele, sehr viele Menschen. Es hat nur einen Haken. Wenn wir weiterhin so respektlos mit Mutter Erde umgehen, ist es vielleicht eines Tages aus für den Menschen. Und es könnte gut sein, daß Mutter Erde den Menschen einfach abschüttelt. Ein paar Vulkanausbrüche, ein paar Erdbeben und ein paar ordentliche Stürme... 

 

Ehrlich gesagt, mir tut es weh, wenn ich dran denke, welches Drama sich da für die ganze Erde abspielt. Da vergeht der Katze fast das Mausen - fast, denn die Katze kennt einen bösen Witz.


Kommt ein Himmelskörper am Planeten Erde vorbei.

"Hallo Erde! Wie geht es dir denn?"

Die Erde stöhnt gewaltig.

"Was ist los, Erde? Geht es dir nicht gut?" - besorgte Frage vom Himmelskörper.

Darauf die Erde: "Ich habe den Menschen."

"Oh je", antwortet der Himmelskörper. "Aber mach´ dir nicht draus. Das geht vorüber."

 

 

 

 

 

von Mizi B.
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Dienstag, 6. juli 2010 2 06 /07 /2010 07:54

Diana Damraus Liederabende werde ich in Zukunft meiden. Denn das muss ich nicht mehr haben. Einmal reicht und zwar gestrichen! Ich war im vorigen Jahr schon nicht so ganz überzeugt, aber diesmal...

Nicht, dass die Sängerin nicht singen könnte, nein ganz und gar nicht! Da klingt auch  das Piano sehr schön und wenn sie eine Phrase zum Forte hin öffnet, das hat schon was. Sie gestaltet auch, versucht es zumindest, denn bei mir ist leider nicht allzu viel angekommen. Da hatte ich das Gefühl, es gab ein Konzept und wenn ein Konzept im Vordergrund steht, dann geht das Authentische der Musik verloren. Emotionen, ja, da war auch was, aber auch Emotionen haben einen sehr starken konzeptuellen Anteil. Das vergisst man immer. Mir hat das Fühlen der Musik gefehlt, das Einfühlen in die Musik als Grundlage für die musikalische Gestaltung.

Aus dem Einfühlen in die Musik heraus gestalten nicht allzu viele Musiker. Leider! Und dennoch entstehen solche musikalischen Katastrophen wie an diesem Abend - Göttin sei Dank - nur selten.

 

Was war denn der Stein des Anstoßes? Warum empfand ich den Abend dermaßen katastrophal?

Beim Lesen des Programms sind mir die ersten Zweifel gekommen. Denn als ich nach dem Namen des Begleiters suchte, stand da „Harfe ...“.

 

Ups, das kann aber jetzt nicht wirklich wahr sein.

Ganz ehrlich: ich habe schon die Harfe auf der Bühne gesehen. Gesehen und die logische Folge ausgeblendet, da nicht wirklich nachvollziehbar. Denn dass Frau Damrau einen Liederabend unter anderem mit Liedern von Franz Schubert und Richard Strauss – das hat sie vor der Pause gesungen, was nach der Pause geschehen ist, weiß ich nicht, denn da habe ich die Flucht ergriffen -, also dass man Schubert- und Strauss-Lieder mit Harfe begleiten lässt, da gehört schon einiger musikalischer Unverstand dazu. Sorry, aber anders kann ich das leider nicht sagen. Und ich bin an dieser Stelle heilfroh, dass ich nicht dem Beruf einer Kritikerin nachgehe, die da jetzt in einer Zeitung ihren Kommentar abgeben muss. Hier tue ich es. Das ist meine private Meinung und die tue ich hiermit kund.

 

Also, da standen vor der Pause Lieder von Franz Schubert und Richard Strauss auf dem Programm. Unter anderem „Gretchen am Spinnrad“ und Ganymed“ von Schubert und „Beim Schafengehen“ aus den „Vier letzten Liedern“ von Richard Strauss – und das mit Harfe begleitet...

 

Warum ist das denn eine solche musikalische Katastrophe? Ehrlich gesagt ein Fehlgriff, der sich nicht wirklich entschuldigen lässt.

Harfe und Klavier erzeugen jeweils eine ganz andere Klangwelt.

Die Harfe hat von Natur aus einen ätherischen Klang, schafft einen Hintergrund gegen den sich die Stimme abheben kann. Der Klangraum der Harfe hat etwas sehr Diskretes an sich. Die klangliche Farbpalette ist aber auch sehr begrenzt. Das ist kein Problem, wenn die Intention der Musik und die klanglichen Möglichkeiten der Harfe übereinstimmen. 

Und da liegt leider der Hase begraben.

Weder Schubert noch Strauss und schon gar nicht die oben erwähnten Lieder vertragen einen diskreten, ätherischen Klanghintergrund. Der Klavierpart in den Liedern von Schubert ist der Singstimme ebenbürtig. Das Klavier setzt der Singstimme oft genug etwas entgegen, z.B. einen markanten  Rhythmus, drängt sich auch mal vor, indem es melodisch führt, während die Singstimme nur eine „Nebenstimme“ hat, donnert zuweilen sogar, um das dramatische Geschehen zum Höhepunkt zu führen. In den Hintergrund treten darf das Klavier nur manchmal, wenn es die musikalische Struktur so gebietet. Tut es das aber grundsätzlich, dann geht der authentische musikalische Ausdruck verloren und verliert sich in einer sentimentalen Beliebigkeit. Dieses Problem ist bei vielen, vor allem älteren Schubert-Einspielungen nicht zu überhören.

Und jetzt wird das Klavier durch die Harfe ersetzt.

Das geht bei Schuberts "Ave Maria" gerade noch und auch beim "Wiegenlied" von Richard Strauss, aber nur, wenn die Singstimme nicht über das Piano hinausgeht. Denn dann wird das Problem unüberhörbar. Die Harfe verschwindet, wenn die Sängerin ihr fast zu gewollt wirkendes, zu sehr durchgängiges Piano zu verlassen wagt. Schon beim Mezzoforte ist die Harfe kaum mehr hörbar, beim Forte schlichtweg mehr oder weniger verschwunden. Und von einer klanglichen Ebenbürtigkeit kann überhaupt keine Rede sein.

Ein markanter Rhythus in der Harfenbegleitung, der ein Gegengewicht zur Singstimme darstellt? Fehlanzeige! Der kann ja gar nicht durchkommen.

Seltsam, sehr seltsam.

Und wenn dann auch noch ein Lied mit Harfe begleitet wird, das eigentlich den Klangraum eines Orchesters braucht, wie „Beim Schafengehen“, dann verstehe ich die musikalische Welt nicht mehr. 

 

Wie kommt eine Sängerin dazu, so etwas zu machen? Diese Frage lässt sich nicht verdrängen. 

Aus musikalischem Sachverstand heraus wurde diese Entscheidung nicht getroffen. Sorry, das kann nicht sein, denn die Lieder sind schlichtweg von ihrer tatsächlichen Größe auf Spitzmausformat verkleinert und damit zu so etwas wie einer Karikatur ihrer selbst gemacht worden. Und das ist – gelinde gesagt - sehr, sehr schade, genaugenommen eine musikalische  Entgleisung, die ihresgleichen sucht.

( „Gretchen am Spinnrad“ und „Ganymed“ gehören für mich zu den „größten“ Liedern, die wir in der deutschen Liedtradition haben. Da wird eine mythische Ebene erreicht. Doch das nur am Rande.)

Was ist es dann?

Es kann ja wohl nicht sein, dass eine Textzeile wie „Oft hat ein Seufzer, deiner Harf´entflossen,...“ – „An die Musik“, Strophe 2 – dazu verleitet hat, die Harfe als Begleitinstrument zu wählen??? Oder "lieblicher Morgenwind" im "Ganymed"???

Was bleibt denn dann?

Anders sein als die Anderen und zwar um jeden Preis? 

Das ist ja eh so ein Trend: ich mache das jetzt mal ganz anders.

Es kann ja auch sehr spannend sein, wenn der ursprüngliche musikalische Ausdruck dabei unterstrichen wird. Hier wurde er leider gekillt.

Dann bleibt noch die Eitelkeit und eine gehörige Portion Selbstdarstellung.

Und da vergessen die Interpreten leider, dass sie im Dienst der Musik stehen und nicht umgekehrt.

Und genau dieses Gefühl werde ich nicht los. Frau Damrau hat ihr stimmliches Können nicht in den Dienst der Musik gestellt, sondern hat sich der Musik bedient, um sich in Pose zu setzen.

 

Schade, sehr schade  - und eines ist sicher, so schnell tue ich mir einen Liederabend von Frau Damrau nicht mehr an.

 

 

von Mizi B.
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Donnerstag, 17. juni 2010 4 17 /06 /2010 19:20

... und inzwischen habe ich das Gefühl, daß er auf dem Weg in die geistige Welt ist. Diesen Eindruck bekomme ich, wenn ich hinspüre.
Vielleicht ist für manche von euch Tierkommunikation in dieser Form etwas Ungewöhnliches, vielleicht sogar schlichtweg verrückt... 

Als ich damit angefangen habe, war es noch ganz "normal".

Welches Futter mag dein Tier besonders gerne?

Hat dein Tier Freunde?

Wo ist sein Lieblingsplatz?

Na ja und dann kam mal die Frage: Was denkt dein Tier über dich?

Und die Antwort hat mich ziemlich verblüfft.

 

Und so allmählich wurde mir immer mehr bewußt, daß auch Tiere sich entwickeln, ja sie können hoch spirituelle Wesen sein.

Es ist so wie bei den Menschen. Da gibt es welche, die einen spirituellen Weg gehen und solche, für die das einfach nur Blödsinn ist. Das ist keine Wertung, es ist einfach so. (Und jeder Weg ist für den Menschen, der ihn geht genau der richtige. Auf jedem Weg machen wir Erfahrungen, die für uns wichtig sind.)

 

Manchmal begleiten uns Menschen auf unserem Weg. Die Wege können sich auch wieder trennen. Und manchmal sind unsere Begleiter aus der Welt der Tiere. Je mehr wir uns auf sie einlassen, umso mehr teilen sie uns mit.

 

Meine Katze Mamuschka, die schon vor einigen Jahren in die geistige Welt gegangen ist, hat mich gelehrt, wie leicht das Hinübergehen ist. Ein sanftes Ausatmen und schon war sie drüben.

Das war ein großartiges Erlebnis, für das ich diesem Katzenwesen  zutiefst dankbar bin. Um mir das zu zeigen, hat sie auf mich bis zum Morgen gewartet.

Damals habe ich selber noch nicht mit Tieren Kontakt aufgenommen. Aber die Erfahrung von Mamuschkas Hinübergehen war so beeindruckend, daß ich nach einiger Zeit damit angefangen habe, mich dafür zu interessieren, wie man mit Tieren in Kontakt kommen kann.

 

Meine süße Zerbinetta – leider war sie zu einer Zeit bei mir, als ich noch keine Digitalkamera hatte -, meine süße Zerbinetta also, die Desingerkatze mit weißem Fell, schwarzem Schwanz und schwarz nachgezeichneten Augenbrauen hat mir gezeigt, daß auch Tiere wieder inkarnieren. Sie ist jetzt als Prinzessin Samira bei mir.

Als ich das erkannt hatte, hat sich ihr Verhalten schlagartig verändert. Die scheue Katze wurde mir gegenüber auf einmal ganz offen und frei. 

Bei ihr habe ich das Gefühl, daß wir uns schon eine Ewigkeit kennen. Sie ist meine Begleiterin durch viele Leben hindurch. Wir gehören zusammen.

 

Dame Lalamica kenne ich noch nicht so lange. Aber unser Kontakt wird immer vertrauter. Ganz viel hat dazu beigetragen, daß ich ständig mit Lalamica gearbeitet habe, als Tassilo kam und sie geradezu panisch die Flucht ergriffen hat. Jetzt ist Lalamica eine richtige Dame, zwar sehr scheu anderen gegenüber, aber dennoch selbstbewußt und stark.

 

Ja und mein Tassilo ...

Wir sind wieder auf eine ganz andere Art mit einander verbunden. Wenn er sich in meinen Arm gekuschelt hat, dann war er wie ein kleines Kind in den Armen seiner Mama. Und dann war wieder der Kater spürbar, der eine tiefe Weisheit in sich trug und bedingungslose Liebe ausstrahlen konnte.

Jetzt ist er nicht mehr da, mein Herzog...

Eine ganze Zeit lang hatte ich ein gutes Gefühl, wenn ich zu ihm hingespürt hatte. Ich war mir ziemlich sicher, er würde wiederkommen. Doch inzwischen hat sich das Gefühl geändert. Da ist viel Trauer, Verzweiflung, dann kommt wieder ganz viel Liebe...

Was genau passiert ist, kann ich nicht sicher sagen. Ich habe meine Vermutungen. Beweisen lassen sie sich nicht...

Auch wenn mein Tassilo jetzt in die geistige Welt geht, dann bin ich mir sicher, er wird wieder kommen.

Als Kater? Vermutlich! Und eine Katzenmama in spe hätten wir schon für ihn... 

 

Ich hab dich lieb, mein Kater!

      

 

von Mizi B.
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Sonntag, 30. mai 2010 7 30 /05 /2010 18:31

Heute habe ich den Sohn meiner Nachbarn getroffen. Er ist Biobauer (Demeterhof) in Baden Württemberg. Wir haben uns über Biogemüse unterhalten. Dabei hat er erzählt, wie Biogemüse für die großen Lebensmittelketten und Discounter produziert wird.
Man nehme einen konventionellen Riesenbetrieb, der so groß ist, daß er ohne Probleme eine immer noch relativ große Fläche abzweigen kann, um einen Biobetrieb zu eröffnen.
Die Felder sind von der konventionellen Bewirtschaftung her ordentlich gespritzt, d.h. die Spritzmittel sind im Boden gespeichert. Dann baue man für 2 Jahre Kleegras an. Das Kleegras arbeite man in den Boden ein. Das ist gut für den Boden. Außerdem sind 2 Jahre die Frist, um einen ehemals konventionell arbeitenden Betrieb auf Biobetrieb umzustellen.
Nach 2 Jahren hat man eine - von früher immer noch - gut gespritzte, aber jetzt auf Bio umgestellte Fläche. Dann bewirtschaftet man so lange Bio, bis das Unkraut wieder durchkommt. Da man ja genug Fläche zur Verfügung hat, nimmt man jetzt ein anderes Stück Land und stellt das auf Bio um. Das ursprüngliche Biofeld, auf dem das Unkraut zu sprießen wagt, wird schlichtweg wieder konventionell betrieben und ordentlich gespritzt. Damit ist das Unkrautproblem gelöst und man hat obendrein noch Bioprodukte.

Schon clever!    

 

 

von Mizi B.
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  • Ich bin ein neugieriges Weib, Anfang 50, und lebe mit 2 Katzendamen im schönen Bayern. Meine Interessen? Viel zuviele - aber das seht ihr ja beim Mitlesen selber... Für die von mir verfassten Texte gilt: alle Rechte liegen bei mir.

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